Eigentlich werden an dieser Stelle keine Leserbriefe aus der SZ veröffentlicht. Da der nachfolgende Leserbrief aber eine so tolle Ergänzung zu dem Aufgespießt-Artikel „Geniestreiche“ ist, kommt hier die Ausnahme von der Regel (Anmerkung: die Verkehrsschilder wurden hier hinzugefügt).
 

Unverzichtbar

Betr. Aufgespießt „Geniestreiche“ (SZ vom 6. Oktober):

Dieser Artikel brachte mich auf die Idee, die Straßenverkehrsordnung zu durchforsten, um Anregungen für weitere Verkehrszeichen zu finden, damit die Neustraße in Müsen „noch“ sicherer wird:

Gefahrenzeichen 102 (rotes Dreieck mit Kreuz) weist auf eine Kreuzung mit Vorfahrt von rechts hin – unverzichtbar an der Ecke Neustraße/Martinshardtstraße, bitte für jede Fahrtrichtung aufstellen;

Gefahrenzeichen 103 (rotes Dreieck mit Bogen) weist auf eine scharfe Kurve hin – unverzichtbar im Bereich Dorfbrunnen;

Gefahrenzeichen 120 (verengte Fahrbahn) – unverzichtbar, weil die Neustraße insgesamt sehr schmal ist;

Gefahrenzeichen 125 (Gegenverkehr) – tatsächlich unverzichtbar, da für die Einbahnstraßenbenutzer kein Hinweis vorhanden ist, ab wo wieder mit Gegenverkehr zu rechnen ist;

Gefahrenzeichen 130 (Fußgänger) – unverzichtbar, da im Verlauf der Neustraße größtenteils kein Bürgersteig vorhanden ist und mit Fußgängern auf der Fahrbahn zu rechnen ist:

Gefahrenzeichen 136 (Kinder) – unverzichtbar wie Zeichen 130;
 

Verbotszeichen 276 (Überholverbot) – unverzichtbar, da die Neustraße zum Überholen zu schmal ist, aber der unmündige Fahrzeugführer besser noch einmal darauf hingewiesen werden sollte.

Schade, dass es das Gefahrenzeichen „Ufer“ als eigenständiges Zeichen nicht mehr gibt. Es wäre unverzichtbar, da eventuell jemand in den Dorfbrunnen stürzen könnte. Allerdings könnte man das Sinnbild „Ufer“ (das gibt es noch) mit dem allgemeinen Gefahrenzeichen 101 kombinieren.

Liebe Verantwortliche für die Gestaltung der vermeintlichen „Hauptverkehrsader“ Neustraße, nur weiter so: Der Eintrag im Buch der Rekorde für die unsinnigsten Verkehrsreglung steht kurz bevor.

Werner Otto, Müsen