Den kleinen Artikel in der Siegener Zeitung vom 03.09. wird der ein oder andere übersehen haben, was bei dem daneben stehenden großen Artikel über das Hafenfest nicht verwundert. In dem Artikel wurde gemeldet, dass die zuständige Kreisbehörde entschieden hat, dass die Neustraße weiterhin auch für Fahrradfahrer Einbahnstraße bleibt. Die Stadt Hilchenbach hatte bei der Kreisbehörde angefragt, da in Müsen der Wunsch aufgekommen war, die Neustraße zumindest für Fahrradfahrer wieder in beide Richtungen zu öffnen, was in anderen Städten auch praktiziert wird.

Als Begründung für die Ablehnung wurde die Verengung durch die Sanierung und die dadurch entstandene Unübersichtlichkeit genannt. Das waren auch die Gründe für die Einführung der Einbahnstraße. Dass die Straße vorher nur unwesentlich breiter war und es dort soweit bekannt noch nie zu einem Unfall gekommen ist, scheint nicht zu interessieren. Auch nicht, dass Anwohner festgestellt haben, dass seit der Einbahnregelung PKWs rücksichtloser durch die Straße fahren - getreu dem Motto: Es kann keiner entgegen kommen! Was natürlich falsch ist, denn Fußgänger sind dort in beiden Richtungen unterwegs.

Auch wenn vielen Müsener die Einbahnstraße nicht gefällt, so scheint sie doch Fakt zu sein. Deshalb der eindringliche Appell an alle Straßenverkehrs- teilnehmer, dies zu akzeptieren. Es geht dabei nicht um ggf. zu bezahlende Knöllchen wegen "Fahren entgegen der Einbahnstraße", sondern um mögliche Folgen von Unfällen. Was wird eine Versicherung sagen, wenn man mit Absicht falsch in eine Einbahnstraße fährt und dadurch einen Unfall verursacht.

Und ein ganz dringender Appell an alle "korrekten" Benutzer der Einbahn- straße. Denkt an Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer, die hinter der Kurve sein können. Fahrt also langsam und nehmt Rücksicht!